| Mitten auf dem Wasser ist der
Durst am größten.
„Water Music“ – Einladung zu einer Entdeckungsreise.
DAD 008 (Dadoua/Indigo) LC 12631 VÖ 14. Februar 2005
Die Quellen…
Wild
und unerschlossen lagen weite Teile des afrikanischen Kontinents als der
schottische Arzt und Abenteurer Mungo Park als erster Europäer vor rund
200 Jahren eine große Expedition entlang des Niger unternahm. Tief stieß
er dabei in unerforschtes Gebiet vor. Seine bloße Rückkehr nach London
war für seine Zeitgenossen bereits eine Sensation – die erste Auflage
seiner farbenprächtigen Reisebeschreibung (1799!) innerhalb einer Woche
vergriffen. Gegen Ende des letzten Jahrhunderts inspirierte diese Reise
ins Unbekannte den Schriftsteller T.C. Boyle zu einem seiner erfolgreichsten
Romane. „Wassermusik“ nannte er die lebenspralle Schilderung der erstaunlichen,
oft widersprüchlichen Erfahrungen seines Helden Mungo Park. Wie kein anderer
verknüpft T.C.Boyle die Schauplätze miteinander – das „wilde“ Afrika und
das vermeintlich so zivilisierte London um 1800.
Der Fluss...
Das Fluidum
dieser abenteuerlichen „Wasserreise“ regte den schottischen Multiinstrumentalisten
Colin Dunwoodie an, mit seinem Trio das Projekt „Water Music“ zu realisieren,
das seine Zuhörer auf eine imaginäre Odyssee zu den Quellen des Lebensflusses
geleitet. Als virtuoser Saxofonist und Klarinettist hat er zusammen mit
dem Perkussionisten Günter Bozem und Frank Willi Schmidt an Kontrabass
und singender Säge einen Zyklus eingespielt, der nicht nur ein gelungener
Soundtrack zur Literatur ist. „Water Music“ unternimmt eine eigene klangliche
Entdeckungsreise in die spannendsten musikalischen Regionen des Jazz und
der Worldmusic. Ein wahres Klangabenteuer.
...unterwegs sind:
Colin Dunwoodie,
gebürtiger Schotte und bereits Mitte der sechziger Jahre mit Musikern
wie Alex Ligertwood, Ben E. King, The Drifters und Douane Eddy auf Europatour,
gelang der Durchbruch als Konzeptionist mit der Gründung des „Rothengrund
Art Ensembles“. Mit Ernst Seitz (p), Günter Bozem (dr), Udo Brenner (b),
Silvia Sauer und Stefan Seitz (voc) sowie Dunwoodie als Leader und Hauptsolist
gastierten sie bei zahlreichen Festivals und TV-Produktionen. Viel Anerkennung
erhält Dunwoodie für seine 1994 von Christoph Wüstenhagen produzierte
Neuvertonung zum Stummfilm „Metropolis“ – an die 200 Live-Gastspiele führten
ihn auf Tourneen um die ganze Welt.
Günter Bozem hat, neben Engagements
am Schauspiel Frankfurt (z.B. Musical „Hair“, „Shock-Headed Peter“), auf
zahlreichen CD-Produktionen alle möglichen Percussion- und Schlaginstrumente
getrommelt und geschüttelt. Zusammen gearbeitet hat er u.a. mit Emil Mangelsdorff,
Vitold Rek, Clare Fischer, Phil Mattson, Gunter Hampel, Manolo Lohnes,
Alfred Harth, Annemarie Roeloffs, Barbara Dennerlein und Manni v. Bohr.
Frank Willi Schmidt, jüngstes „Water Music“-Mitglied, arbeitete bereits
als Kontra- aber auch als E-Bassist bei verschiedensten CD-Einspielungen
und Konzerten u.a. von Thomas Gabriel, Thomas Anders, Manni v. Bohr, beim
Schauspiel Frankfurt und am Staatstheater Wiesbaden. |